Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 137 - 06.07.2016

ABG bewegt sich

„Geht doch“, so der Frankfurter DGB-Stadtverbandsvorsitzender Harald Fiedler zu den Beschlüssen des ABG-Aufsichtsrates die Mieten jährlich nur noch um ein Prozent zu erhöhen und den Anteil von gefördertem Wohnraum bei Neubauten auf 40 Prozent zu erhöhen. „Was mussten sich DGB, Mieterverbände und Mieter noch vor einem halben Jahr alles als Kritik anhören, als sie diese Forderung in die Öffentlichkeit trugen“, so Fiedler weiter.

Nur Dank stetigen Bohrens und Protesten hätten die neuen Regierungsparteien diese Forderungen in den Koalitionsvertrag aufgenommen. „Bürgerliches Engagement lohnt sich“, freut sich Fiedler, „soziale Politik ist durchsetzbar“.

Vor dem Hintergrund der weiterhin vorhandenen prekären Situation für bezahlbaren Wohnraum und den auf die Stadt zukommenden Herausforderungen bezüglich einer wachsenden Stadt seien die jetzt beschlossenen Anstrengungen auszuweiten und auf andere, auch private Wohnungsbaugesellschaften zu übertragen.

Die immer wieder zitierten, erfolgten oder vorgesehenen Bautätigkeiten dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies statistisch gesehen zwar eine höhere Bautätigkeit ausweise, aber immer noch sei der größte Anteil davon im für Normalverdienende nicht finanzierbaren Segment zu finden. Auch deshalb sei die Stadtpolitik wie auch Wohnbaugesellschaften gefordert, den Anteil an bezahlbarem Wohnraum noch erheblich zu steigern.


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