Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 005 - 31.01.2013

Das Recht, NEIN zu sagen

Brita Brandau, Vorsitzende der DGB Frauen Frankfurt, erklärte am Donnerstag in Frankfurt am Main: Der massenhafte „Aufschrei“ gegen sexuelle Belästigung, der aktuell durch neue und alte Medien hallt, zeigt das Ausmaß eines altbekannten Problems, das jetzt neu verhandelt werden muss.

Sexuelle Belästigung, Gewalt an Frauen skandalisieren die DGB-Frauen Frankfurt seit langem. Das Thema war allerdings schon lange nicht mehr im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses.

Die aktuelle Debatte macht deutlich: Sexuelle Belästigung ist ein Massenphänomen von dem fast jede Frau irgendwann persönlich betroffen war oder ist. „Herrenwitze“, „Schlüpfrigkeiten“, körperliche Anmache sind keine „Kavaliersdelikte“ und keine „harmlosen Flirts“. Sie sind Grenzüberschreitung, (Amts-)Missbrauch, Gewalt.

Das müssen wir immer wieder klar und deutlich sagen. Es kann nicht sein, dass sich betroffene Frauen dafür schämen, sich wegen „Prüderie“ oder „Spielverderberei“ verteidigen müssen, während sich „tolle Hechte“ in ihrer Herablassung dem anderen Geschlecht gegenüber bestätigt fühlen.

Frauen müssen sich ermächtigt fühlen, NEIN gegenüber solchen Übergriffen zu sagen, ohne um ihren Arbeitsplatz oder sonstige Positionen bangen zu müssen. Ein entsprechend gesellschaftlicher Konsens darüber, wo die Grenzen verlaufen, ist dafür unbedingt vonnöten. Steht zu hoffen, dass die aktuelle Sexismusdebatte uns in dieser Richtung etwas weiter bringt, so Brita Brandau, Vorsitzende der DGB-Frauen Frankfurt abschließend.


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