Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 152 - 13.01.2017

DGB trauert um Manfred Kiesewetter

Der ehemalige Vorsitzende des DGB Kreises Frankfurt am Main, Manfred Kiesewetter, ist diese Woche in Alter von 79 Jahren nach langer Krankheit verstorben.

Kiesewetter war von 1975 bis 1990 Vorsitzender des DGB Kreises Frankfurt und danach bis zum Renteneintritt Geschäftsführer des Berufsfortbildungswerkes des DGB (bfw) Hessen. Als DGB Kreisvorsitzender war er 1978 Initiator und Mitbegründer des Römerbergbündnisses zusammen mit Ignatz Bubis, Jüdische Gemeinde, dem katholischen Stadtdekan Adelhof, Probst Trautwein, evangelische Kirche und Roland Frischkorn, Vorsitzender Frankfurter Jugendring.

In seine Amtszeit fiel der wochenlange Arbeitskampf um die 35 Stunden Woche 1984 oder die Abwehrkämpfe um den § 116 Arbeitsförderungsgesetz, welches die Aussperrung bei Streiks ermöglichte und die Kampfparität der Gewerkschaften bis heute schwächt. Auf seine Initiative beruht auch der Frankfurt-Pass für weniger Begütete in der Stadt. Manfred Kiesewetter war über seine gewerkschaftliche Funktion hinaus in vielen weiteren Ämtern tätig, so zum Beispiel als Vorsitzender der AOK Frankfurt, alternierender Vorsitzender des Arbeitsamtes Frankfurt oder viele Jahre als SPD Stadtverordneter.

Der DGB trauert um einen sein Leben lang engagierten Gewerkschafter.

Philipp Jacks

Vorsitzender DGB Frankfurt

 

Manfred Kiesewetter

Unbekannt


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DGB Büro in Frankfurt am Main