Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 080 - 19.11.2014

Aufruf zum internationalen Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ am 25. November

Gewalt gegen Frauen: Änderung der Paragrafen 177 und 179 StGB jetzt!

Die DGB Frauen Frankfurt beteiligen sich anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November erneut an der von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes initiierten Fahnenaktion. Damit protestieren sie gegen die vielfältigen Formen von Gewalt, denen Frauen im privaten und öffentlichen Raum täglich ausgesetzt sind.

Die DGB Frauen Frankfurt fordern eine Änderung der Paragrafen 177 und 179 StGB, die Vergewaltigung und sexuelle Nötigung ahnden.

„Wir müssen gar nicht in Länder wie den Irak, wie Nigeria oder Indien schauen, um uns zu empören. Unser Nahfeld bietet – leider – selbst genügend Anlass zur Sorge“, sagt Britta Brandau, Vorsitzende der DGB Frauen Frankfurt: "Ich denke zum Beispiel an den geplanten Auftritt des selbsternannten ‚Pick-up Artisten‘ Julien Blanc in Deutschland. Er soll Männern für viel Geld beibringen, wie mann Frauen psychisch und physisch so lange belästigt, tätliche Übergriffe eingeschlossen, bis sie mit ihm ins Bett gehen. Unglaublich, dass für solche Aufrufe zu sexualisierter Gewalt in diesem Land Bühnen geboten werden, während Australien, Brasilien und Japan dem ‚Aufreiß-Künstler‘ bereits Einreiseverbot erteilt haben."

„Im Vergleich zu sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe, zu Sexsklaverei und Gruppenvergewaltigungen mag das manchen unbedeutend erscheinen. Doch Gewalt gegen Frauen fängt genau da an. Sie ist keine Privatangelegenheit und keine Ausnahmeerscheinung, sondern ein gesellschaftliches Massenphänomen. So belegt eine aktuelle EU-Studie einmal mehr, dass jede dritte Frau seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren hat: zu Hause, am Arbeitsplatz, im Internet oder in der Öffentlichkeit.“ 

Deswegen zeigen wir am 25. November Flagge“, so Dagmar Giebeler, stv. Vorsitzende der DGB Frauen Frankfurt.

 


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