Deutscher Gewerkschaftsbund

Neckermann Frankfurt - Unterstützung für Beschäftigte

Neckermann Frankfurt - Unterstützung für Beschäftigte

Pressemitteilung 17.09.2012

 

Der DGB Frankfurt, ver.di Frankfurt und Region sowie der Betriebsrat von Neckermann laden für den 02.10.2012 verschiedenste Akteure der Stadtgesellschaft zu einem runden Tisch in das Gebäude von Neckermann in der Hanauer Landstraße ein.

Mit der Insolvenz von Neckermann verlieren allein in Frankfurt am Main über 2.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz, so Harald Fiedler, Vorsitzender DGB Region Frankfurt-Rhein-Main. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werden all diese Menschen zum Ende dieses Monats ihre Kündigung erhalten und in Arbeitslosigkeit eintreten. Für Frankfurt und Region bedeutet dieser bevorstehende Kahlschlag von Arbeitsplätzen Schlecker hoch zehn. Schon die entlassenen Beschäftigten bei Schlecker sind nur in geringerem Umfang wieder in Arbeit gekommen. Für die von Neckermann Betroffenen sieht es noch wesentlich schlechter aus. Um hier gegen zu steuern, sind alle Institutionen, Organisationen, Verbände, die Stadt Frankfurt am Main, die Region, die Agenturen für Arbeit und Beschäftigungsträger gefordert außergewöhnliche Anstrengungen zu unternehmen, die betroffenen Menschen zu qualifizieren und in neue Arbeitsverhältnisse zu vermitteln. Darüber hinaus sind Anstrengungen notwendig, so Fiedler, Infrastruktur und Gewerbe, insbesondere im Bereich der Logistik und IT zu erhalten und möglicherweise Investoren zu gewinnen.

Für die Frankfurter Stadtgesellschaft gilt es nun zu beweisen, dass sie in der Lage ist gemeinsam auch mit allen Arbeitgebern in der Region Perspektiven für die betroffenen Menschen aufzuzeigen und zu erfüllen.

Pressemitteilung 28.06.2012

Den Abbau von 1.380 Stellen bei Neckermann Frankfurt bezeichnen die Unterzeichner eines Appells an die Eigentümer aus den USA und die Geschäftsführung schon schlimm genug. Sie fordern daher für die Betroffenen eine Chance auf einen Übergang in eine neue Arbeit.

Angemahnt werden die in unserem Land geltenden Regeln der Sozialen Marktwirtschaft, wonach die nötigen Finanzmittel für Abfindungen und eine Transfergesellschaft zur Verfügung gestellt werden.

Die Zustimmung zu dem Appell und die Empörung über das Verhalten des US-Eigentümers Sun Capital wachsen täglich an und erfaßt unterschiedliche Bevölkerungskreise. Die Unterzeichner kommen aus Politik, Gewerkschaften, Kirchen, Wissenschaft und Verbänden. Darunter Bürgermeister Olaf Cunitz, die Landtagsabgeordneten Gernot Grumbach, Petra Fuhrmann und Andrea Ypsilanti, die Stadträte Stefan Majer, Claus Möbius, Eugenio Munoz del Rio, sowie die Stadtverordneten Uli Baier, Klaus Oesterling, Uwe Paulsen, Sieghard Pawlik, Dominike Pauli, Roger Podstatny, Lothar Reininger, Manuel Stock und Turgut Yüksel.

Unterstützung kommt auch vom katholischen Stadtdekan Johannes zu Eltz, dem FrankfurterCaritasdirektor  Hartmut Fritz und Thomas Diehmann von der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), der ev. Dekanin Dr. Ursula Schoen, den Pfarrern Schneider Quindau und Dr. Gunter Volz sowie von der Jüdischen Gemeinde durch Direktor Stefan Szajak und Dalia Wissgott-Moneta.

Dem Appell angeschlossen hat sich u.a. DGB Landesvorsitzender Stefan Körzell, der IG Metall Bezirksvorsitzende Armin Schild, der Frankfurter IG Metall Bevollmächtigte Michael Erhardt, die Bezirksleiterin der IG BCE Gabriele Katzmarek und der IG Bau-Vorsitzende Günther Schmidt. Ferner der Naturfreunde Landesvorsitzende Jürgen Lamprecht, der Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Frankfurt Dr. Jürgen Richter, der VdK Kreisvorsitzende Norbert Weber, Jürgen Bär vom Vorstand des Mietervereins Frankfurt sowie die Wissenschaftler Prof. Dr. Hans-Ulrich Deppe, Dr .Thomas von Freyberg und Prof  Dr.Wilhelm Schumm.

Weitere Unterschriften an:

DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt am Main, Fax: 069-27 30 05 -79, Mail: Frankfurt-Main@dgb.de

 

Pressemitteilung 21.06.2012

Der DGB, Region Frankfurt-Rhein-Main unterstützt die streikenden Beschäftigten bei Neckermann. Die Forderungen der Beschäftigten nach einer Abfindung und einem Transfersozialplan sind das Mindeste was der Finanzinvestor Sun Capital den Beschäftigten zugestehen muss. Es ist Kapitalismus pur wie die Eigentümer Sun Capital 1.500 Beschäftigte bei Neckermann Frankfurt vom Hof jagen wollen. Dies, so Harald Fiedler, Vorsitzender DGB Region Frankfurt-Rhein-Main hat nichts mehr mit unserer Sozialen Marktwirtschaft zu tun, die Politiker bei fast jeder Rede im Mund führen.

Um die von Arbeitsplatzverlust bedrohten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu unterstützen fordert der DGB Frankfurt, so Fiedler, Politikerinnen und Politiker, Verantwortliche in dieser Gesellschaft, Bürgerinnen und Bürger auf, Druck auszuüben auf Sun Capital, damit sich diese an die Regeln einer Sozialen Marktwirtschaft halten. Den Appell fügen wir im Anhang und würden uns freuen, wenn die Medien diesen auch verbreiten würden


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