Deutscher Gewerkschaftsbund

06.02.2015

Internationaler Frauentag 08.03.2015 Bilder und mehr

10.30 Uhr Frauen-Café

Getränke, Gebäck und Imbiss durch die Frauengruppe des Türkischen Volkshauses Frankfurt

11.00 Uhr Internationaler Frauentag der DGB-Frauen

Begrüßung: Britta Brandau, Vors. DGB-Frauen Frankfurt

Ansprache: Gabriele Kailing, Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen

Moderation: Ulrike Mroß, ver.di Frankfurt und Region

11.30 Uhr Kulturprogramm: Gabriele Kentrup, Chansons, Songs und Lieder zum Internationalen Frauentag 2015 und Musikgruppe des Türkischen Volkshaus Frankfurt

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

über 100 Jahre nach dem ersten Internationalen Frauentag zeigt uns die aktuelle Situation in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, dass wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen dürfen, weiter für ein gutes Leben zu streiten.

Wir erwarten von den politisch Verantwortlichen:

1.    Die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse in der Sozialversicherung und der Besteuerung, das heißt: alle Einkommen müssen künftig der Sozialversicherungs- und Steuerpflicht unterliegen. Die Sozialversicherungspflicht muss grundsätzlich ab dem ersten Eurogelten. Die „Sonderbeschäftigungsform“ Minijobund deren gesetzlicher Rahmen der Sozial-versicherungs- und Steuerfreiheit muss abgeschafft werden, da er niedrige Löhne und nicht existenzsichernde Arbeit begünstigt und für die Betroffenen zu einer schlechteren Bezahlung führt.

2.    Ein Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeitbeschäftigung für die Frauen! Es gibt nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz die Möglichkeit die Arbeitszeit zu reduzieren, aber es gibt keinen Anspruch darauf, diese bei Bedarf wieder zu erhöhen.

3.    Die Einführung eines Entgeltgleichheitsgesetzes, damit die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern merklich sinkt.

4.    Den Ausbau einer flächendeckenden Versorgung mit Kindertagesstätten mit qualifiziertem, gut bezahltem und ausreichendem Personal statt Gelder für ein Betreuungsgeld zu binden.

5.    Wir brauchen eine verbindliche Quote von 40% für Frauen in den Aufsichtsräten und Vorstanden. In den Entscheidungs- und Führungsfunktionen in den Unternehmen sind Frauen immer noch unterrepräsentiert und freiwillige Selbstverpflichtungen haben nichts bewegt.

6.    Ein Stopp der Absenkung des Rentenniveaus. Statt einer sogenannten „Lebensleistungsrente“, die kaum jemand in Anspruch nehmen kann, muss bei der Anerkennung u.a. von Kindererziehungszeiten und Zeiten für die Pflege Angehöriger nachgebessert werden.

FAZIT:

Gute Arbeit ist die Grundvoraussetzung für eine eigenständige Existenzsicherung von Frau und Mann. Eine soziale Sicherung, die ihren Namen verdient hat, eine Absicherung im Alter, die Armut vermeidet, eine Gesundheitsversorgung, die allen Menschen den gleichen Zugang zur notwendigen Versorgung ermöglicht, ein Bildungssystem, das tatsächliche Chancengleichheit schafft verbunden mit der gleichberechtigten, existenzsichernden Teilhabe von Frau und Mann am Arbeitsleben, sind die Eckpfeiler für ein gutes Leben.

Heute für morgen Zeichen setzen!

Für existenzsichernde Arbeit und die Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse - kurz für ein gutes Leben.

Nutzen wir die zahlreichen Aktionen rund um den 8. März 2015, um unseren Forderungen der Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine laute Stimme zu verleihen.

Mit solidarischen Grüßen

Britta Brandau

Vorsitzende der DGB-Frauen Frankfurt


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