Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 060 - 11.01.2014

DGB Neujahrsempfang 2014

Harald Fiedler für Industriearbeitsplätze und bezahlbare Wohnungen

Beim Neujahrsempfang seiner Organisation sprach sich Harald Fiedler, der Vorsitzende des DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, für Sicherung und Entwicklung weiterer Arbeitsplätze in der Frankfurter Industrie und die Forcierung des Baues bezahlbarer Wohnungen aus. Fiedler wörtlich: „ Wir wehren uns dagegen, Industrie gegen bezahlbaren Wohnraum zu stellen“.

Von Bund und Land verlangte er zusätzliche Finanzmittel für den sozialen Wohnungsbau. Die Stadt Frankfurt am Main sieht er diesbezüglich auf gutem Weg. In die wohnungspolitische Diskussion sei erhebliche Bewegung gekommen. Mit dem Masterplan Industrie, insbesondere die industrielle Sicherung im Osthafen, deute sich die richtige Richtung an, so Fiedler.

Die Stadt solle ihre Sparpolitik zu Lasten der Beschäftigten und der Vereine aufgeben. Diese seien Fundamente für das soziale und friedliche Zusammenleben in der Stadt. Fiedler forderte eine konstruktive Zusammenarbeit für die Bevölkerung über Partei- und Organisationsgrenzen hinaus. Gemeinsam habe man als Antwort auf die Bankenkrise Arbeitsplätze erhalten und der Wirtschaft Perspektiven gewiesen.

Fiedler verlangt eine „Willkommenskultur“ für Flüchtlinge, die in unsere Stadt kommen. Wanderungsbewegungen aus wirtschaftlicher Not oder politischer Verfolgung müßten sozial und integrativ begleitet werden. Seine Organisation, so Fiedler, setze sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Flüchtlinge ein. Im Gewerkschaftshaus stünden Räumlichkeiten für Sprachkurse zur Verfügung und fänden rechtliche Beratungen für ArbeitnehmerInnen aus Rumänien und Bulgarien statt.

Den Abgeordneten von Bund, Land und Kommune kündigte Fiedler eine aufmerksame und kritische Begleitung an. Unsere Forderungen aus den Wahlkämpfen haben weiter Gültigkeit. Wir streiten weiter für Gute Arbeit, eine solidarische Gesundheitsversorgung, Maßnahmen gegen Altersarmut, Bildung und Ausbildung. Und wir wollen dazu beitragen, das Ausbluten der Kommunen zu verhindern, so Fiedler.

Unter den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gewerkschaften begrüße Fiedler auch den Generalkonsul der Volksrepublik China Weiping XING. Die Pflege der internationalen Beziehungen des Frankfurter DGB, insbesondere zu den zahlreichen Partnerstädten unterstreicht einerseits unsere Weltoffenheit, so Fiedler. In einer globalisierten Welt sei es aber auch wichtig, dieses Feld nicht nur den Vorständen und Managern von Unternehmen zu überlassen.


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