Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 039 - 01.05.2012

Harald Fiedler am 1. Mai auf dem Römerberg

Harald Fiedler, Vorsitzender der DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, am 1. Mai auf dem Frankfurter Römerberg

Bei der 1. Mai Kundgebung am Frankfurter Römerberg forderte Harald Fiedler, Vorsitzender DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, gute Arbeit und gereichte Löhne. In der teuren Region Frankfurt-Rhein-Main, so Fiedler, ist das für die Menschen existentiell.

Gute Arbeit in Frankfurt wird zunehmend zerschlagen, wie aktuell bei sanofi in der Forschung (330 Stellen), bei der Helaba (450 Stellen), bei Siemens (80 Stellen), bei der Lufthansa (angekündigt) oder Neckermann (1.380 Stellen). Hingegen wird prekäre Beschäftigung ausgeweitet. Von 2000 bis 2009 stieg in Frankfurt die prekäre Beschäftigung von 26,8 % auf 34,4 %. Nur noch 65,6 %, so Fiedler, seien in der Stadt normal sozialversicherungspflichtige Vollzeitsarbeitsplätze.

Gute Arbeit, gerechte Löhne und soziale Sicherheit für alle, das verlangte Fiedler auch in seiner Solidaritätsdresse an die griechischen Gewerkschaften. Jetzt sollten die Griechen die Sündenböcke sein, die das Kapital immer schnell findet, gemeint seien aber wir alle.

„Der von der Bundesregierung durchgesetzte europäische Fiskalpakt droht, die politische und soziale Demokratie in den Mitgliedsstaaten irreparabel zu beschädigen“ so Harald Fiedler auf dem Frankfurter Römerberg. Mehr denn je sei deshalb die Solidarität der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Europa das Gebot der Stunde. Denn die einseitige auf Geldwertstabilität fixierte Europapolitik würde die Kosten der Finanzkrise einseitig den Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Rentnern auferlegen.

Fiedler hob die Bedeutung der OB-Wahlentscheidung für Peter Feldmann hervor, der im Wahlkampf eine Reihe gewerkschaftlicher Themen setzte. Dazu gehören die Bekämpfung von Kinderarmut in einer reichen Stadt, die Schaffung bezahlbaren Wohnraums wie Gute Arbeit für gutes Geld auch bei der Stadt sowie stadtnahen Vereinen und Unternehmen.

Jetzt müsse der Wählerwille zum Tragen kommen, Verweigerungen aus parteipolitischen Gründen seien abzulehnen. Über die soziale Stadt dürfe nicht nur geredet, sie müsse verwirklicht werden. Dazu rief Fiedler die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Unterstützung auf.

Solidarische Grüße von der Maikundgebung galten den Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie, ebenso den in Tarifverhandlungen befindlichen ArbeitnehmerInnen der chemischen Industrie, bei der Telekom und den Banken.

 


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