Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 206 - 21.10.2019

DGB Limburg-Weilburg: Verkehrswende fördern – Anreize für Pendler schaffen!

RMV-weites 365-Euro-Ticket würde Arbeitnehmer ernsthaft entlasten 
 

Die DGB-Vorsitzende des Landkreises Limburg-Weilburg, Viktoria Spiegelberg-Kamens, zeigt sich sehr erfreut über den Vorschlag des RMV-Aufsichtsratsvorsitzenden und Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann zur Einführung eines 365-Euro-Tickets für die Region. „Das würde die tausenden von Berufpendlern im Landkreis ernsthaft entlasten und ihnen eine ökologische sowie sozial-verträgliche Alternative zum Individual-PKW-Verkehr bieten.“ Aktuell koste ein Jahresticket von Limburg nach Frankfurt über 2.280 Euro. „Da stellen sich viele Leute wohl oder übel stundenlang auf die Autobahn, weil viele solche Preise nicht bezahlen können. Gerade für viele Teilzeitbeschäftigte sind die aktuellen Preise unbezahlbar“, so Spiegelberg-Kamens. „Wenn wir mit Blick auf die ökologischen Folgen des Klimawandels uns ernsthaft mit einer Verkehrswende auseinandersetzen wollen, geht dies aus Sicht des DGB nur, wenn diese nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen auch finanziell verträglich gestaltet wird.“ 

Die DGB-Vorsitzende mahnt, dass auch der Ausbau des Schienennetzes nun mit Nachdruck vorangebracht werden muss. „Die Züge im Berufsverkehr sind bereits heute überfüllt und oft verspätet. Wer regelmäßig den Anschluss verpasst fährt dann vermutlich doch lieber Auto.“ Der Ausbau des ÖPNV könne ein wichtiger Baustein für einen lebenswerteren Landkreis sei – und somit auch verhindern, dass Berufspendler aus der Region den Landkreis verlassen, um näher an ihren Arbeitsorten zu wohnen.

 

 


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

DGB Büro in Frankfurt am Main