Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 194 - 27.03.2019

DGB Wiesbaden: DGB fordert mehr sozialen Wohnungsbau - bezahlbar ist die halbe Miete!

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist bezahlbarer Wohnraum heute Mangelware. Gerade in den Ballungszentren führt das immer öfter zu längeren Pendelzeiten. Deshalb setzt sich der DGB für eine andere Wohnungspolitik und für mehr sozialen Wohnungsbau ein.

Unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ wird der DGB ab dem 25. März bundesweit und im Rahmen des DGB-Zukunftsdialogs mit mehr als 250 Aktionen und Veranstaltungen auf den Handlungsbedarf hinweisen. Beim DGB-Zukunftsdialog spricht der DGB in den kommenden Jahren vor Ort und online mit den Menschen in Deutschland über die Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen – vom angespannten Wohnungsmarkt über neue Arbeitszeitmodelle bis hin zu Verkehrskonzepten für die Zukunft. Der DGB fragt, was die Menschen in Deutschland bewegt. Wie stellen sie sich gute Arbeit und ein gutes Leben vor? Die Aktionswoche vom 25. bis 29. März ist der bundesweite öffentliche Auftakt zum Zukunftsdialog. Daran beteiligt sich auch der DGBKreisverband Wiesbaden Rheingau-Taunus. Am 29.03. wird der DGB ab 15 Uhr mit einem Infostand am Wiesbadener Mauritiusplatz vertreten sein. Im Fokus wird das Thema bezahlbarer Wohnraum stehen.

Deutschlandweit fehlen für mindestens 1,9 Millionen Haushalte bezahlbare Wohnungen. Diese Haushalte müssen mehr als 30 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Bruttowarmmiete (in-klusive Neben- und Heizkosten) ausgeben und sind dadurch überlastet, weil sie meist ein unter-durchschnittliches Einkommen haben, das somit kaum für den Lebensunterhalt reicht.

Der Wiesbadener DGB-Vorsitzende Sascha Schmidt resümiert für die Landeshauptstadt: „In Wies-baden fehlen 17194 bezahlbare Wohnungen. Für uns Gewerkschaften ist klar, gegen den knappen Wohnraum und steigende Preise hilft nur eins: Mehr sozialer Wohnungsbau!“

Thema auch im OB-Wahlkampf
Der DGB-Kreisverband hat im vergangenen Jahr die Unterschriftenkampagne Wiesbadener Aufruf „Wohnen muss bezahlbar sein“ initiiert. Unterstützt wird dieser Aufruf von den Bür-gerinitiativen „Gemeinwohl hat Vorfahrt“ und „WiSozial203“, den Wiesbadener Institutio-nen des Paritätischen, der Katholischen Kirche, der AWO sowie dem AStA der Hochschule Rhein-Main. Die Aufrufenden sprechen sich unter anderem dafür aus, dass zukünftig in allen Neubauprojekten – ob privatwirtschaftlich oder bei den kommunalen Wohnbaugesellschaften – der Anteil des sozialen Wohnungsbaus mindestens 40% betragen müsse. „Grundsätzlich muss es das Ziel sein“, so Schmidt weiter, „dass Mieten – vor allem in den unteren und mittleren Einkommenssegmenten - nicht mehr als ein Drittel des Nettogehal-tes betragen.“ Der DGB wird das Thema auch im OB-Wahlkampf setzen. „Das Thema be-zahlbarer Wohnraum ist eines der drängendsten Themen in Wiesbaden. Dementsprechend werden wir auch die Kandidat_innen zur Oberbürgermeisterwahl mit unseren Forderungen konfrontieren“, so Schmidt. Erstmals werde dies während der DGB-Veranstaltung „OBWahlopoly“, am 03. April im Georg-Buch-Haus, geschehen.


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