Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 033 - 01.03.2012

Arbeitsmarktzahlen im Februar 2012

Grundsätzlich ist erfreulich, so Harald Fiedler, Vorsitzender der DGB Region Frankfurt-Rhein-Main, dass die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Frankfurt am Main mit 2647 Arbeitslosen oder 6 % unter den Zahlen wie vor einem Jahr liegt. Dies zeigt, dass die Entwicklung am Arbeitsmarkt und somit in der Wirtschaft stabil ist und Voraussetzung für anständige Tarifabschlüsse gegeben sind.

Der Zugang an offenen Stellen mit einem Anstieg um die 40 % erscheint vordergründig ebenfalls positiv. Betrachtet man aber die Qualität der Arbeit und blickt dabei auf die Entwicklung der zurückliegenden Jahre, so bleibt festzustellen, dass das mehr an Stellen sich weitgehend im prekären Bereich abspielt. Sozialversicherungspflichtig unbefristete Vollzeitstellen wurden vernichtet und durch Prekäre ersetzt.

Hatten wir im Stadtgebiet Frankfurt am Main zum 31.12.2000 noch 73,2 % sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte, so waren dies am 31.12.2009 nur noch 65,5 %. Parallel dazu stieg in Frankfurt am Main die Leiharbeit von 30.06.2003 bis 30.06.2011 um 213,5 % oder aber von 4.862 auf 15.242 Beschäftigte. Ein ähnlicher Anstieg ist bei der Teilzeitbeschäftigung, der Befristung von Beschäftigungsverhältnissen und neuerdings auch bei Werksverträgen zu verzeichnen.

Zusammengefasst sind die atypischen Beschäftigungsverhältnisse im Stadtgebiet Frankfurt von Juni 2004, 23,7 % auf Juni 2011, 31,0 % gestiegen.


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