Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 070 - 27.11.2012

DGB fordert "Robin-Hood-Steuer"

Reichtumsuhr auf dem Wiesbadener Mauritiusplatz

Die gerechte Verteilung von Reichtum in Deutschland, eine Vermögenssteuer und eine

angemessene Erbschaftssteuer forderte der DGB-Kreisverband Wiesbaden-Rheingau-

Taunus bei einer Aktion auf dem Wiesbadener Mauritiusplatz. Die Gewerkschafter im

Robin-Hood-Kostüm verteilten Schoko-Goldstücke und Rotstifte an die Passanten.

Neben einer vier mal fünf Meter großen aufblasbaren Gummiwand mit der Aufschrift

„Wer hat an der Reichtums-Uhr gedreht“ wurde auch eine mobile Reichtumsuhr

aufgebaut. „Von den rund 7,5 Billonen Euro Netto-Privatvermögen gehören dem

reichsten Zehntel rund 4,5 Billionen, das ärmste Zehntel hingegen hat Schulden in

Höhe von über 14 Milliarden Euro, die untere Hälfte liegt insgesamt etwa bei Null“, so

der DGB-Kreisvorsitzende Philipp Jacks. Von leeren Kassen könne also keine Rede

sein, das Geld sei aber ungerecht verteilt. „Die Gesamtschulden der öffentlichen

Haushalte betragen derzeit rund ein Drittel der privaten Nettovermögen, höhere Steuen

auf Reichtum könnten also problemlos die Löcher stopfen. Durch die Steuerreformen

der letzten fünfzehn Jahre entgehen dem Fiskus jedes Jahr rund 50 Milliarden Euro –

die meisten Steuersenkungen waren bei den Reichen- und der Unternehmenssteuern,

der Normalbürger zahlt eher drauf, für Ärmere wird die Last unerträglich.“

Während der zweistündigen Aktion wurden Unterschriften für eine Vermögenssteuer

und eine angemessene Erbschaftssteuer gesammelt. Bei den meisten Passanten stieß

das Thema auf Zuspruch, es wurden nach Aussage des DGB fast 500 Unterschriften

gesammelt. Die „Fairteiler-Kampagne“ des DGB Bezirks Hessen-Thüringen hat seit

September bereits in fast 50 Orten mit der Aktion aufmerksam gemacht.

Kontakt:

Philipp Jacks

Fairteilen Wiesbaden

Philipp Jacks

Fairteilen Wiesbaden

Philipp Jacks


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

DGB Büro in Frankfurt am Main