Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 069 - 15.04.2014

Frankfurter Gewerkschafter bei der Gedenkfeier zum 69. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald durch die Häftlinge des KZ

 

Am 13.04.14, 9.00 Uhr ging die Fahrt los, angeboten vom DGB-Stadtverband Frankfurt am Main, zur Gedenkfeier der Selbstbefreiung des KZ-Buchenwald durch die Häftlinge des KZ. Wir wollen die Erinnerung an die Frankfurter Gewerkschafter, die im KZ-Buchenwald Häftlinge waren, aufrechterhalten und ihrer gedenken, sagte Horst Koch-Panzner.

Zeitzeugen haben am Wochenende in Weimar an die Opfer und tapferen Widerständler erinnert. Sie mahnen: Die Nazi-Ideologie ist noch nicht tot. Sie wird aber auch hingenommen. Überlebende Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald haben bei einer Gedenkveranstaltung in Weimar an die Opfer des Nazi-Terrors und den Widerstand in dem Lager erinnert. Anlässlich des 69. Jahrestags der Befreiung vom KZ Buchenwald stellte der Zeitzeuge Bertrand Herz in seiner Rede die Verantwortung der nachfolgenden Generationen heraus. Das Bewusstsein für die Geschichte und das Gedenken dürfe nicht mit dem letzten Zeitzeugen enden, sagte der Präsident des Internationalen Komitees der Buchenwald-Überlebenden. Zusammen mit den anderen Rednern berichtete Herz von der großen Solidarität und der wichtigen Arbeit des geheimen, illegalen Widerstands im Lager, der ihm und vielen anderen Deportierten damals das Leben gerettet habe. Floréal Barrier, Überlebender und Vorsitzender des Häftlingsbeirats KZ Buchenwald, mahnte an, die Erinnerung an die Gräuel des Nazi-Regimes wachzuhalten. Die nazistische Ideologie ist noch lange nicht tot. In vielen Ländern wird sie unter dem trügerischen Schleier der politischen Respektabilität getarnt, so Barrier. Rund 600 Menschen waren auf den ehemaligen Appellplatz in der heutigen Gedenkstätte gekommen, um den Reden und Erinnerungen der Überlebenden zuzuhören. Im Lager Buchenwald waren zwischen 1937 und 1945 mehr als 250 000 Menschen inhaftiert, 56 000 starben. Überlebende aus den USA und Kanada, so auch die Gewerkschafter aus Frankfurt, legten am Gedenkstein rote und weiße Rosen ab. Um die Erinnerung an die Geschichte Nazi-Deutschlands und des Konzentrationslagers Buchenwald wachzuhalten, plant die Gedenkstätte eine neue Dauerausstellung. Sie soll zum 70. Jahrestag der Befreiung fertig sein und die bisherige, beinahe 20 Jahre alte, ersetzen. „Für die Frankfurter Gewerkschafter, die um 16.00 Uhr wieder nach Frankfurt fuhren, war der Tag ein bleibendes Erlebnis. Sie stimmten mit den ehem. Häftlingen des KZ-Buchenwald überein: „Der Schoß ist fruchtbar noch – aus dem das kroch". Sie forderten das Verbot aller faschistischen Organisationen und Nebenorganisationen in Deutschland“, so Horst Koch-Panzner, abschließend.                                                                                                                                                                                                                

Mit freundlichen Grüßen

Horst Koch-Panzner


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DGB Büro in Frankfurt am Main