Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 116 - 08.01.2016

DGB Neujahrsempfang 2016 in Frankfurt am Main

Sperrfrist 09.01.2016, 10.00 Uhr

Beim Neujahrsempfang 2016 seiner Organisation sprach sich der Vorsitzende des DGB Stadtverbandes Frankfurt am Main, Harald Fiedler, für mehr bezahlbaren Wohnraum und die Sicherung bzw. die Schaffung von Arbeitsplätzen aus. Fiedler wörtlich: „ Als eine Art Hilferuf an die politisch Verantwortlichen und die gesamte Stadtgesellschaft sehen wir unseren Frankfurt Aufruf „Wohnen muss bezahlbar sein“ an. Die Politik müsse endlich die real existierende Wohnungsnot wahrnehmen. Bezahlbares Bauen bezeichnete er als die größte aktuelle Herausforderung. Mietpreissteigerungen will Fiedler Einhalt gebieten. Ein teures Innovationsquartier ist das Letzte was wir brauchen, die Wohnungssuchenden hätten andere Sorgen, so Fiedler.

Gute und gut bezahlte Arbeit in der industriellen Produktion, im Handwerk und bei den Dienstleistungen ist für Fiedler die Grundlage der Frankfurter Wirtschaft. Der Masterplan Industrie weise in die richtige Richtung. Für diesen hätten Akteure aus Unternehmen und Gewerkschaften, der Wissenschaft drei Jahre intensiv gearbeitet. Der Masterplan sei notwendig, um die Herausforderungen der industriellen Revolution für unsere Stadt zu nutzen. Ein neues Industriegebiet –digital zukunftsgeeignet- sei genauso notwendig, wie ein neuer Stadtteil am Pfingstberg für bezahlbares Wohnen.

Für Fiedler entwickelte sich der in vielen Jahren erkämpfte Mindestlohn zur Erfolgsgeschichte. Entgegen der Prognosen mancher Experten stieg die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung alleine in Hessen um 40.000 Arbeitsplätze.

Von der Politik forderte Fiedler dem Wildwuchs von Leiharbeit und Werksverträgen einen Riegel vorzuschieben. Gerade die prekären Zustände auf Frankfurter Baustellen sind nicht weiter hinnehmbar. Gegen die Versuche die Sozial-, Wirtschafts- und Arbeitsrechtsnormen mit einer Verfassungsänderung zu schleifen, kündigte er schärfsten Widerstand der Gewerkschaften an. 

Fiedler forderte über Partei- und Organisationsgrenzen hinweg eine konstruktive Zusammenarbeit für die Bevölkerung und die neu zu uns gekommenen Menschen. Unterstützt durch ein Fairness-Abkommen wolle der DGB gemeinsam mit Kirchen und Sozialverbänden im kommenden Wahlkampf verhindern, dass Ewiggestrige Profit aus der Flüchtlingsnot ziehen.

Unter den zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gewerkschaften begrüßte Fiedler auch den Generalkonsul der Volksrepublik China, Jianquan Liang. Die Pflege der internationalen Beziehungen des Frankfurter DGB, insbesondere zu den zahlreichen Partnerstädten unterstreicht einerseits unsere Weltoffenheit. In einer globalisierten Welt sei es aber auch wichtig, dieses Feld nicht nur den Vorständen und Managern von Unternehmen zu überlassen.

Des Weiteren nahm an dem DGB Empfang Heinz Friederici teil, der für seine 85-jährige Gewerkschaftsmitgliedschaft geehrt wurde. Mit 101 Jahren war er der Senior des Tages. 2016 können Gewerkschaften wie die IG Metall 125 Jahre oder ver.di durch die Gründung des Buchdruckerverbandes vor 150 Jahren Jubiläum feiern. Der DGB Frankfurt und der DGB Hessen begehen ihr 70-jähriges Jubiläum mit einer Feier am 26. November 2016, dem Einzug der Gewerkschaften in das Frankfurter Gewerkschaftshaus im Jahre 1931, vor 85 Jahren.

Die Gewerkschaften seien 2015 gestärkt aus den erfolgreichen Lohnkämpfen hervorgegangen, was angesichts der kommenden Aufgaben von großer Bedeutung sei, so Fiedler.

 


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