Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 076 - 16.06.2014

DGB will breites Bündnis für bezahlbaren Wohnraum

Gewerkschaft unterstützt Feldmanns Initiative zur Mietpreisdämpfung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Frankfurt will ein breites Bündnis in der Stadt gründen, damit die Mieten nicht weiter aus dem Ruder laufen. Das kündigte gestern der Frankfurter DGB-Vorsitzende Harald Fiedler an.

„Die Mietpreise in Frankfurt fressen erkämpfte Tarifsteigerungen bei Löhnen und Gehältern auf, verdrängen immer mehr Menschen mit Normalverdiensten aus der Stadt“, erklärte Fiedler. Eine Stadt, in der Facharbeiter aus allen Wirtschaftszweigen sich nicht mehr eine Wohnung leisten können, könne nicht im Interesse der Politik und der Wirtschaft sein.

Unsere gemeinsame Initiative, so der DGB-Vorsitzende, für einen starken Industriestandort Frankfurt mache nur dann Sinn, wenn die dort beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch in der Stadt wohnen können.

Fiedler lobte die Initiativen für bezahlbaren Wohnraum von Oberbürgermeister Peter Feldmann. Es sei richtig gewesen, die Investitionen für den Wohnungsbau sowohl bei der Stadt als auch bei städtischen Wohnungsbauunternehmen kräftig anzuheben. Auch die Idee eines neuen Wohngebiets im Frankfurter Norden sei nicht nur vom DGB sondern von der VHU, IHK und der Handwerkskammer begrüßt worden. Viele Wohnungsprojekte seien in Gang gekommen durch den Druck den der Oberbürgermeister erzeugt habe, obwohl er keine Mehrheit im Stadtparlament und Magistrat habe.

Vor dem Hintergrund, dass die städtische ABG-Wohnungsholding mit ihren 50.000 Wohnungen jährlich sechs Millionen € an den städtischen Haushalt abführe, unterstütze er die Idee von OB Feldmann, hier die Mieten in den nächsten drei Jahren nur symbolisch zu erhöhen. „Für mich stellt sich die Frage, warum gerade auch einkommensschwächere Mieter den Haushalt sanieren sollen. Andere große Kommunen erhalten überhaupt keine Geldspritzen von ihren kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Das ist auch gut so, “ sagte der DGB-Vorsitzende.

Der DGB-Frankfurt werde auf die Mieter, deren Vereine und Verbände zugehen und diese miteinbeziehen. „Wir brauchen ein breites Bündnis, analog dem zur Rettung der Nassauischen Heimstätte vor zwei Jahren, in dieser Stadt und Region. Gemeinsam gilt es sich gegen Gentrifizierung und für bezahlbaren Wohnraum, auch nicht zuletzt im wirtschaftlichen Interesse der Stadt, einzusetzen“, sagte Fiedler abschließend.

DGB Stadtverband Frankfurt am Main
Harald Fiedler
Tel.: 069 – 27 30 05-71
Handy: 0171-9 72 9 964


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