Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 110 - 06.11.2015

Bezahlbares Wohnen in Frankfurt - ein Appell des DGB Stadtverband Frankfurt am Main

Harald Fiedler, Vorsitzender des DGB Stadtverbandes Frankfurt am Main sagt, „bezahlbare Wohnungen bereitzustellen ist eine zunehmend gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Dies, vor allem in Ballungsgebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt wie in Frankfurt am Main.

Deshalb gilt unser Appell „Wohnen muss bezahlbar sein“ allen an der Wohnungspolitik Beteiligten in Bund, Land, Kommune und Unternehmen. Vonnöten sind Wohnungen auch für kleine und mittlere Einkommen. Diese gibt es nicht von privaten Investoren. Hier ist die öffentliche Hand gefragt. In Frankfurt vor allem die ABG Holding oder z.B. die Nassauische Heimstätte.“

Die ABG machte dieser Tage einen ersten Schritt in die aus unserer Sicht richtige Richtung. Sie teilte mit, dass ein Areal in der Adickesallee nicht, wie vorgesehen, für die Errichtung von Eigentumswohnungen, sondern für Mietwohnungen genutzt wird.

Wünschenswert wäre, dass die erwirtschafteten Millionen der öffentlichen Wohnungsbauunternehmen, die weitgehend von den Mietern erbracht werden, dem sozialen Wohnungsbau und nicht der Errichtung von Eigentumswohnungen zugutekommen. Dies würde den vielen Wohnungssuchenden dienen und die öffentlichen Wohnungsbauunternehmen durch Erweiterung ihrer Wohnungsbestände stärken. Gleichzeitig entstünden bei diesen neue Arbeitsplätze, wie auch in der Bauwirtschaft.

Sozialer Wohnungsbau bedeutet Investitionen in die Zukunft, was angesichts des prognostizierten Wachsens unserer Stadt besonderes zu beachten ist. Zu dem wünschenswerten sozialverträglichen Handeln gehört aus unserer Sicht auch, vorerst die Mietpreise nicht zu erhöhen. Dieses fügte sich auch in die bundesweit geführte Debatte über die Stärkung von Mietern ein.

 

„Der DGB Frankfurt“, so Harald Fiedler, „versteht sich bei seiner Vertretung derer, die unsere Unterstützung brauchen, als Partner der 30.000 Wohnungssuchenden der Stadt und selbstverständlich auch der Beschäftigten der Wohnungsbauunternehmen. Die vor uns stehenden Probleme der Wohnraumbeschaffung erfordern einsichtige Politiker ebenso wie motivierte Beschäftigte und Bürger.“

 

Wir werden das schaffen, frei nach einer bekannten Politikerin

 

Harald Fiedler
Vorsitzender DGB Stadtverband Frankfurt am Main


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