Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 018 - 14.11.2011

Internationale Gewerkschaftsdelegationen demonstrieren an der Europäischen Zentralbank

Gewerkschaftsdelegationen aus den Partnermetropolen des Frankfurter DGB tauschen sich über die Finanz- und Wirtschaftskrise in ihren jeweiligen Regionen aus, so Harald Fiedler, Vorsitzender DGB Region Frankfurt-Rhein-Main. Sie diskutieren insbesondere die Auswirkungen der verordneten europäischen Krisenpolitik auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Am 14.11., gegen 13.45 Uhr, besuchte die 15-köpfige Delegation aus Vertretern der Gewerkschaften CCOO del Barcelones, CGIL Milano, CISL Milano, CGT Lyon, UGT de Catalunya und der DGB Region Frankfurt-Rhein-Main das Camp der Occupy Bewegung und demonstriert vor der Europäischen Zentralbank gegen eine Politik, die ganze Volkswirtschaften in den Ruin zu treibt.

Sie drücken ihre Solidarität mit den griechischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus und verlangen statt neuer Sparauflagen aus Brüssel ein Aufbau- und Entwicklungsprogramm für Südeuropa, eine Art Marschallplan aufzulegen. Darüber hinaus, so die GewerkschafterInnen wäre es notwendig gewesen den Rettungsschirm durch die Europäische Zentralbank zu finanzieren. Dieser hätte über genügend Finanzkraft verfügt um dauerhaft die Finanzierung der Krisenstaaten durch den Kauf von Staatsanleihen sicher stellen zu können. Die Bankenrettung, so Fiedler, ist keine Alternative zur Staatenrettung. Wenn ein Staat pleite geht, dann reist er die Banken mit in den Abgrund.

Demonstration vor der EZB

Horst Koch-Panzner


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DGB Büro in Frankfurt am Main