Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 42 - 22.06.2012

Steakhaus Maredo

Maredo ist nicht der erste aber sicherlich der gravierendste Fall, wo ein Unternehmen versucht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Diebstahlsbeschuldigungen los zu werden. Die bisher öffentlich gewordenen Fälle, wie auch bei Maredo in der Frankfurter Fressgasse, sind da sicherlich nur die Spitze des Eisberges, so Harald Fiedler, Vorsitzender DGB Region Frankfurt-Rhein-Main.

Wir wissen als Gewerkschaften aus vielen Einzelgesprächen von solchen Anschuldigungen. Es zeigt sich aber auch, dass die meisten Betroffenen eher klein beigeben, anstatt die Vorwürfe und die daraus resultierenden Folgen öffentlich zu machen. Im Prinzip, so Fiedler weiter, ist diese Unternehmenspraxis eine Zuspitzung von Mobbing. Umso bedeutender ist es, dass sich die mit den Vorwürfen und fristlosen Kündigungen überzogene Belegschaft von Maredo, Fressgasse Frankfurt zur Wehr setzt und die Auseinandersetzung mit Unterstützung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nicht scheut. Der DGB, Region Frankfurt-Rhein-Main mit seinen Mitgliedsgewerkschaften sowie zahlreiche Betriebs- und Personalräte unterstützen die von Kündigung bedrohten bzw. betroffenen Kolleginnen und Kollegen bei ihrem heutigen Arbeitsgerichtsprozess.

Ab heute 10.30 Uhr findet im Frankfurter Gewerkschaftshaus ein Solidaritätsfrühstück statt, im Anschluss daran geht es gemeinsam und solidarisch zum Arbeitsgericht Frankfurt in der Gutleutstraße 130, wo um 13.00 Uhr verhandelt wird.


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DGB Büro in Frankfurt am Main