Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 067 - 21.11.2012

Keine Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Am 26.November, dem internationalen Gedenktag „NEIN zu Gewalt an Frauen“, setzten die DGB-Frauen Frankfurt, 10.00 Uhr, DGB-Haus Frankfurt, mit der Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ ein weithin sichtbares Zeichen gegen tägliche Gewalt an Mädchen und Frauen. Im Jahr 2011 wehten rund 6.300 Fahnen mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ im In- und Ausland.

Anlässlich des UN-Gedenktages „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ am 25. November fordert Britta Brandau, Vors. der DGB-Frauen Frankfurt am Main, die Bundesregierung auf, die weibliche Bevölkerung besser vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen. „40 Prozent der Frauen in Deutschland sind oder waren Opfer von Gewalt – wurden geschlagen, misshandelt , vergewaltigt oder getötet, meist von ihrem Lebens- oder Ehepartner“, mahnt Brandau. „Geschlechtsspezifische Gewalt ist keine Privatangelegenheit. Gewalt gegen Frauen in Deutschland muss ernster genommen werden“.

Die DGB-Frauen Frankfurt am Main begrüßen, dass die Regierung jetzt nicht mehr auf dem rechten Auge blind ist und den Rassismus ächtet. Nun ist es an der Zeit das andere Auge zu öffnen und die Gewalt an Frauen und Mädchen zu bekämpfen. „Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, dass Mädchen und Frauen in ihrem Zuhause um ihr Leben und ihre Gesundheit fürchten müssen“, kritisiert Brandau. „Frauenhäuser müssen flächendeckend allen von Gewalt betroffenen Frauen offen stehen – unabhängig vom Aufenthaltsstatus und Einkommen“, fordert Brandau. „Seit Jahren drückt sich die Bundesregierung vor einer angemessenen und sicheren Finanzierung von Frauenhäusern." Das hat zur Konsequenz, dass immer mehr Frauenhäuser ihre Türen schließen müssen oder um ihre Existenz bangen.

Britta Brandau
Vors. der DGB-Frauen Stadtverband Frankfurt am Main


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