Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 054 - 21.09.2012

DGB Frauen Frankfurt: Reichtum endlich umverteilen!

Anlässlich der Sitzung der DGB-Senioren Stadtverband Frankfurt erklärte Britta Brandau, Vorsitzende der DGB-Frauen, am Freitag in Frankfurt am Main:

Seit Beginn der Finanzkrise hat sich das private Nettovermögen hierzulande um 1.400 Milliarden Euro erhöht. Der deutsche Staat dagegen ist in den letzten zwei Jahrzehnten um 800 Mrd. Euro ärmer geworden. Steuergeschenke für Hoteliers, Vermögende und Spitzenverdiener verursachten eine chronische Unterfinanzierung der öffentlichen Hand. Allein die Rettungspakete für die Banken haben dazu rund 300 Mrd. Euro beigetragen. Sie schützten die Vermögenden vor Verlusten. Zugleich hat die steuerliche Reichtumspflege die wachsende Ungleichheit von Einkommen und Vermögen zusätzlich verschärft: Das reale Einkommen der Mittelschichten hat sich im letzten Jahrzehnt kaum erhöht. Die unteren Einkommensgruppen sind gänzlich abgehängt. Das oberste Zehntel hat inzwischen weltweit 55% vom Geldvermögen, 4% mehr als im letzten Jahr. In Deutschland sind es 53%. Mit Sach- und Immobilienvermögen besitzt das reichste Promille – etwa 70.000 Personen – rund 23% oder 1.600 Mrd. Euro. Bei dieser Konzentration von Reichtum ist die Forderung nach einer Vermögensabgabe, Vermögensteuern und höheren Erbschaftsteuern nicht nur symbolisch. Deshalb ist es notwendig, den gesellschaftlichen Druck für Steuergerechtigkeit zu erhöhen. Das obere Zehntel setzt sich ab.

Wir rufen auf, sich am 29.09.2012 ab 12.00 Uhr im Kaisersack Auftakt,

15.00 Uhr Roßmarkt Kundgebung in Frankfurt sich zu beteiligen

Britta Brandau, Vors. DGB-Frauen Frankfurt


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