Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 050 - 11.09.2012

Wenn die Energiewende an die eigene Haustür klopft

DGB-Kreisverband Hochtaununs und Main-Taunus bietet am 19. September 2012 eine Expertenrunde mit Bürgerdiskussion im Foyer der Stadthalle in Oberursel an.

Wir alle wollen die Energiewende. Was aber, wenn sie tatsächlich vor der Haustür steht und wir gefragt werden, welche Anlagen gebaut werden sollen? Mit der „Windkraft im Hochtaunus“ beschäftigt sich eine Expertenrunde in einer öffentlichen Bürgerveranstaltung des DGB KV Hochtaunus und Main-Taunus am Mittwoch, dem 19.09.2012, ab 19.00 Uhr in der Stadthalle Oberursel.

„Windenergie wird eine wichtige Rolle im Rahmen der Energiewende einnehmen. Der DGB Kreisverband Hochtaunus und Main-Taunus befürwortet das. Der DGB ist für die Energiewende und möchte ein Forum bieten, darüber zu diskutieren und aufzuklären“, so Dietmar Mohr, DGB KV Hochtaunus und Main-Taunus.

Zum Einstieg beschreibt der Leiter des Referates Erneuerbare Energien im Hessischen Umweltministerium, Dr. Justus Brans, die Bedeutung der Windkraft in Hessen für den Umstieg. Wenn das Ziel, 2% der Landesfläche für Windkraft zu nutzen, bis 2050 erreicht ist, bedeutet dies auch, dass 98% von Anlagen frei bleiben. Die Akzeptanz ist somit das größte Problem. Jeder müsse sich jedoch vor Augen führen, dass er bisher ganz andere Dinge akzeptiert hat. Die enormen Risiken der Atomkraft, die Umsiedlung ganzer Dörfer, der Landschaft durch den Braunkohletagebau. Aber auch die Windenergie ist nicht ohne Probleme. Die Anlagen sind groß. Der Stamm habe einen Durchmesser von 20 Metern. Dafür müsse Wald gerodet werden. Es werden auch Vögel getötet. Die Anlage mache keinen Lärm, aber Geräusche. Teurer als Kohle und Energie soll die erneuerbare Energie auch noch sein. Aber wie man auch zur Windkraft steht, es gibt keine Alternative.

Auf dem Podium sitzen Birgit Simon (Bündnis 90/Grüne), 1. Beigeordnete des am Flächennutzungsplan arbeitenden Regionalverbandes, Naturschützer Andreas Elend vom BUND Hessen sowie Frederik Moch Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Frederik Moch ist der Auffassung, dass der Energieumstieg positive Perspektiven eröffnet, wenn er sozial gestaltet wird und er bietet interessante neue Arbeitsbedingungen sowie ein zufriedenstellendes Einkommen.

Moderiert wird der Abend von Klaus Nissen von der Frankfurter Rundschau.


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